{"id":106,"date":"2022-12-06T19:52:30","date_gmt":"2022-12-06T18:52:30","guid":{"rendered":"https:\/\/wp10599628.server-he.de\/?page_id=106"},"modified":"2022-12-06T19:57:38","modified_gmt":"2022-12-06T18:57:38","slug":"medikamente","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/dr-thost.de\/index.php\/medizin\/therapie\/medikamente\/","title":{"rendered":"Medikamente"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Antibiotika<\/h3>\n\n\n\n<p>Hierbei handelt es sich um eine Gruppe von Medikamenten, die die Vermehrung von Bakterien hemmen oder Bakterien abt\u00f6ten k\u00f6nnen. Antibiotika sollten nur genommen werden, wenn der Verdacht auf eine durch Bakterien ausgel\u00f6ste Krankheit besteht, die der K\u00f6rper aus eigener Kraft nicht \u00fcberwinden kann. Gegen Viren (h\u00e4ufigste Ursache von Atemwegsinfekten) sind Antibiotika machtlos!<\/p>\n\n\n\n<p>Hinweise f\u00fcr das Vorliegen eines bakteriellen Infektes k\u00f6nnen sein:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Hohes Fieber bei gr\u00fcnlichem oder gelblichem Nasen\/Bronchialsekret.<\/li>\n\n\n\n<li>Typischer R\u00f6ntgenbefund der Nasennebenh\u00f6hlen oder der Lunge<\/li>\n\n\n\n<li>Bestimmte Ergebnisse der Blutuntersuchung (stark vermehrte Anzahl von wei\u00dfen Blutk\u00f6rperchen, erh\u00f6hte Blutsenkung, CRP-Wert)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Theophyllin<\/h3>\n\n\n\n<p>Theophyllin ist ein Medikament das neben einer stimulierenden Wirkung auf das Atemzentrum im Gehirn auch eine direkte atemwegserweiternde sowie eine leichte antientz\u00fcndliche Wirkung besitzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Theophyllin wird daher bei verengten Atemwegen (Asthma bronchiale und COPD) jedoch auch bei leichten Formen von Schlafapnoe-Syndromen eingesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Da der Medikamentenwirkstoff gewisse \u00c4hnlichkeit zum Koffein besitzt k\u00f6nnen bei empfindlichen Menschen auch entsprechende Nebenwirkungen wie Schlaflosigkeit, Magen\/Darmbeschwerden, Blutdruckanstieg, Herzrhythmusst\u00f6rungen und Zittern der H\u00e4nde auftreten. Die korrekte Einhaltung der verordneten Medikamentenmenge ist bei Theophyllin daher besonders wichtig. Durch einen Bluttest kann die im K\u00f6rper vorhandene Wirkstoffmenge (Wirkspiegel) bestimmt und die Medikamentendosierung ggf. angepasst werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kortison<\/h3>\n\n\n\n<p>Kortison ist ein sehr in Verruf geratener Medikamentwirkstoff. Dabei wissen viele gar nicht, da\u00df Kortison ein Hormon ist, das der K\u00f6rper selbst in geringen Mengen (\u00e4hnlich wie z. B. Schilddr\u00fcsenhormone) bildet. G\u00e4nzlich ohne Kortison k\u00f6nnte ein Mensch nicht \u00fcberleben.<\/p>\n\n\n\n<p>Kortison ist einer der st\u00e4rksten Stoffe zur Bek\u00e4mpfung und Linderung von Entz\u00fcndungsreaktionen. Kortison wird daher bevorzugt bei allen nicht bakteriell verursachten Entz\u00fcndungen (z. B. Asthma bronchiale jedoch auch bei anderen Entz\u00fcndungen wie z. B. Rheuma, chronisches Hautekzem, Allergien und chronischen Darmentz\u00fcndungen sowie gelegentlich bei chronischer obstruktiver Bronchitis) eingesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Lungenheilkunde erfolgt die Anwendung von Kortison bevorzugt in Form von Inhalationssprays um den Wirkstoff m\u00f6glichst gezielt in die Atemwege zu bringen. Dadurch werden andere Organsysteme fast nicht mit Kortison belastet, so da\u00df m\u00f6gliche Nebenwirkungen minimiert werden. Gelegentlich kann jedoch die inhalative Anwendung von Kortison nicht ausreichend sein, so da\u00df die Verabreichung in Form von Spritzen, Infusionen oder Tabletten erfolgen mu\u00df. In diesem Fall k\u00f6nnen bei l\u00e4ngerfristiger Anwendung unerw\u00fcnschte Wirkungen wie Gewichtszunahme, Fetteinlagerung, erh\u00f6hte Blutzuckerwerte, Steigerung des Blutdruckes und Osteoporose auftreten. Es sind daher wie bei jedem anderen Medikament die Vorteile einer Kortisoneinnahme gegen\u00fcber m\u00f6glicherweise auftretenden Nebenwirkungen genauestens abzuw\u00e4gen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Anwendung von Kortison als Inhalationsspray sind solche gravierende Nebenwirkungen selbst bei Kindern nicht zu bef\u00fcrchten. Sie sollten jedoch darauf achten, die Inhalation korrekt durchzuf\u00fchren wie Sie mit Ihnen ge\u00fcbt wurde und nach jeder Inhalation Mund und Rachen gr\u00fcndlich mit einem Schluck Wasser auszusp\u00fclen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bronchodilatatoren (Betamimetika)<\/h3>\n\n\n\n<p>Bei dieser Wirkstoffgruppe handelt es sich meist um Mittel zur Inhalation. Der inhalierte Wirkstoff wird von der Bronchialschleimhaut aufgenommen und an die Muskulatur in der Bronchienwand weitergeleitet, wo er zu einer Entspannung der verkrampften Muskulatur und somit zu einer Weitstellung der Bronchien f\u00fchrt. In der Folge k\u00f6nnen Sie wieder besser durchatmen und Husten sowie pfeifendes Atemger\u00e4usch klingen ab. Wenngleich dies f\u00fcr die Betroffenen sicherlich sehr angenehm ist, so lassen Sie sich von dieser bronchienerweiternden Wirkung bitte nicht t\u00e4uschen! An der der Bronchienverengung zugrunde liegenden Entz\u00fcndung k\u00f6nnen Bronchodilatatoren (Betamimetika) keine Heilung bewirken. Die Verkrampfung tritt daher in der Regel nach wenigen Stunden erneut auf. Bronchodilatatoren sind daher nur dann als alleiniges Medikament angezeigt, wenn es sich um eine ganz vereinzelt auftretende Bronchialverkrampfung handelt, ansonsten kommen Bronchodilatatoren nur in Kombination mit entz\u00fcndungshemmendem, inhalativem Kortison zur Anwendung.<\/p>\n\n\n\n<p>Nebenwirkungen der Bronchodilatatoren k\u00f6nnen bei vermehrter Anwendung Fingerzittern, Herzklopfen und Herzrhythmusst\u00f6rungen sowie gelegentlich Schlafst\u00f6rungen sein.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Antiallergika<\/h3>\n\n\n\n<p>Wirkstoffgruppe zur Behandlung von allergisch ausgel\u00f6sten Symptomen wie Heuschnupfen und allergisches Asthma bronchiale. Durch diese Medikamente wird die Aussch\u00fcttung von Allergiestoffen im K\u00f6rper gebremst oder unterdr\u00fcckt, so da\u00df Sie trotz einer Allergieanlage die Natur m\u00f6glichst beschwerdefrei genie\u00dfen k\u00f6nnen. Obwohl diese Medikamente in der Regel gut vertragen werden, (m\u00f6gliche Nebenwirkungen sind M\u00fcdigkeit, Appetitsteigerung und bei bestimmten \u00e4lteren Medikamentenstoffen Herzrhythmusst\u00f6rungen), ist der beste Schutz von Allergien nach wie vor die Meidung soweit dies m\u00f6glich ist.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sekretolytika<\/h3>\n\n\n\n<p>Bei diesen Medikamenten handelt es sich um eine inhomogene Gruppe von Wirkstoffen, die letztendlich einen besseren Abtransport des produzierten Bronchialschleims erreichen sollen. Trotz der weiten Verbreitung sind wissenschaftliche Belege \u00fcber die Wirkung einer l\u00e4ngerfristigen oder prophylaktischen Anwendung sp\u00e4rlich. Wenn entsprechende Medikamente (z. B. NAC\u2122\u00ae, ACC\u00ae, Ambroxol\u00ae und viele andere) eingenommen werden, ist f\u00fcr eine optimale Wirkung auf jeden Fall ausreichende Fl\u00fcssigkeitszufuhr (ca. 2 Liter) n\u00f6tig.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Hyposensibilisierung<\/h3>\n\n\n\n<p>Hyposensibilisierung ist ein Verfahren um die Intensit\u00e4t allergischer Reaktionen abzubauen. Dabei wird der urspr\u00fcngliche allergieausl\u00f6sende Stoff (sog. Allergen) in stark verd\u00fcnnter Konzentration in den K\u00f6rper eingebracht (meist in Form einer Spritze in den Oberarm, vereinzelt in Tropfenform unter die Zunge). Diese eingebrachte Menge wird nach einem bestimmten Schema gesteigert mit dem Ziel, da\u00df der Organismus dieses Allergen zuk\u00fcnftig nicht mehr als sch\u00e4dlich ansieht. Um die volle Wirkung dieser Ma\u00dfnahme zu erreichen mu\u00df die Behandlung \u00fcber insgesamt 3 Jahre hinweg durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Erfolgsaussichten:<\/p>\n\n\n\n<p>Der Erfolg der Hyposensibilisierung h\u00e4ngt davon ab, da\u00df die Behandlung m\u00f6glichst zu Beginn einer Allergieentwicklung eingeleitet wird. Ferner h\u00e4ngt der Erfolg von der Art der urspr\u00fcnglichen Allergene, deren Anzahl, dem Lebensalter sowie insbesondere von der konsequenten mindestens 3-j\u00e4hrigen Therapiedauer ab. In Abh\u00e4ngigkeit von diesen Faktoren betr\u00e4gt die Besserungschance 60 bis 90 %.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Antibiotika Hierbei handelt es sich um eine Gruppe von Medikamenten, die die Vermehrung von Bakterien hemmen oder Bakterien abt\u00f6ten k\u00f6nnen. 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